Mit Inwer-Shot dem Schnupfen getrotzt….

Die Grippewelle/Erkältungwelle rollt und rollt und rollt. Um mich herum hustet und schnupft es seit gefühlt Wochen. Bisher hab ich mich tapfer gewehrt, aber am Wochenende hatte ich das Gefühl, dass da vielleicht doch langsam was im Anmarsch ist.

Vorbeugend habe ich den Sonntag also mit verschiedenen Kräutertees auf der Couch verbracht.

Am Abend allerdings waren wir bei Freunden eingeladen.  Ein lang verabredetes und seltenes Treffen. Mit einem bißchen schlechten Gewissen wegen der leicht verschnupften Nase gingen wir hin. Zur Begrüßung dann mal keine herzliche Umarmung, sondern die übliche „ich brüte da was aus“-Distanz-Geste.

Worauf mir unsere Freundin sofort Ihr Allheilmittel vorgestellt hat: den Ingwer-Shot. Auf den schwört sie als Mutter und freiberufliche Sprecherin, die es sich einfach NIE leisten kann, krank zu werden.

Sie hat mir gerne verraten, wie es geht und ich will Euch dieses kleine Power-Paket nicht vorenthalten.

Ingwer-Shot:

Zwei daumengroße Stücke Ingwer schälen und kleinschneiden

Einen kleinen oder einen halben Apfel schälen und ebenfalls kleinschnippeln

Den Saft einer Zitrone und oder Orange (ich hab beides verarbeitet.. musste auch mal weg)

Die Zutaten in ein hohes Gefäß gefüllt und mit dem Pürierstab kleingemixt. Ich hab auch noch ein bißchen Wasser mit dazugegeben, damit es sich besser mixen lässt.

Die Masse dann durch ein Sieb passieren, damit die Fasern vom Ingwer nicht im Shot sind. Wäre mir eklig im Mund, dieses „Gefussel“.

Da das Getränk ziemlich scharf ist, empfiehlt es sich, nur ein „Likörgläschen“ zu trinken. Der Rest lässt sich gut in einer kleinen Glasflasche im Kühlschrank aufbewahren und hält dort ein paar Tage.

Ich finde diesen Ingwer-Shot total lecker, aber auch scharf! Der „beißt“ richtig im Hals, wenn er die Kehle runterläuft.

Ingwer enthält Scharf- und Bitterstoffe und „wärmt“ von innen. Er ist antibakteriell und stärkt die körpereigene Abwehr. Er wirkt durchblutungsfördernd und der Übelkeit entgegen.

Wir verwenden Ingwer schon recht häufig in der Küche und auch in der Erkältungszeit kommt Ingwertee ab und an zum Einsatz. (1 Teelöffel geriebener Ingwer mit 1 Tasse heißem Wasser überbrühen, 10 Minuten stehen lassen, abgießen und trinken). Aber den finde ich ehr…. laaaangweilig. Mag ich nicht mehr, hab ich schon zu oft getrunken…. ooochnööööö.

Also, dass ich da nicht schon längst selber auf die Idee gekommen bin, einen Ingwer-Drink zu mixen.

Aber dafür hat man ja Freunde!

Hab Ihr auch tolle Rezepte, wenn bei Euch die Erkältung anklopft?

Ich freu mich drauf!

Eure Sonja

 

Waschmittel aus der Natur – Test 2

Nachdem nun leider meine Kastanien aufgebraucht sind, muss eine Waschmittelalternative her!

Also Testlauf 2: Efeu.

Da Efeu, genau wie Kastanien über Saponine, also Seifenstoffe, verfügt, sollte das doch auch gut gehen.

Am Sonntag habe ich also im Garten eines Freundes „eingekauft“, da bisher der Efeu sich noch weigert, in unserem Garten heimisch zu werden. Ich habe einen 3-Liter Gefrierbeutel voll gepflückt.  Diesen Zipp-Beutel bewahre ich nun im Kühlschrank auf.

Zum Waschen nehme ich 10-15 Blätter heraus, rupfe diese grob auseinander und stopfe sie dann in mein Wäschenetz, Reißverschluss zu, nochmal alles kurz durchgeknetet und ab in die Waschmaschine. Zerrupfen und kneten hat den Vorteil, dass die Zellen der Blätter schon ein bisschen aufgebrochen sind und die Saponine sich somit schneller lösen.

Ich verwende Efeu als Waschmittel nicht zum ersten Mal. Beim ersten Testlauf war ich schon relativ beeindruckt vom Ergebnis. Nur die Hemdkragen meines Mannes wollten nicht so richtig sauber werden. Daher sind wir damals erstmal wieder auf gekauftes Waschmittel umgestiegen.

Beim Waschen mit Kastanien hatte ich ein ähnliches Problem.  Ein bißchen im Netz recherchiert und dort auf den Tipp „Waschsoda“ gestoßen. Danach hab ich immer einen halben bis einen Teelöffel Waschsoda mit in die Trommel gegeben und das Waschergebnis war topp. An der Stelle fragt mein Mann immer, warum ich denn überhaupt noch Kastanien oder Efeu dazu nehme, das würde doch bestimmt allein durch das Soda sauber, heißt schließlich nicht umsonst „Wasch“-soda. Meine Antwort dazu lautet dann ganz klar: Wegen der Saponine.

Inzwischen – wenn mein Mann mal die Wäsche übernimmt und er gerne doch das noch vorhandene Fertig-Waschmittel nimmt – komme ich nach Hause und bemerke sofort, dass es irgendwie nach Parfüm riecht.

Beim Waschen mit Kastanien habe ich diese Geruchsneutralität als sehr angenehm empfunden. Auch riecht, meiner Meinung nach, die Waschmaschine nicht mehr unangenehm. Kennt Ihr ja sicher auch, dass die Maschine manchmel etwas „muffelt“. Es hilft natürlich, nach dem Waschvorgang die Trommel nicht zu verschließen. Dennoch finde ich, die Maschine riecht jetzt angenehmer bis gar nicht mehr, seit wir vorrangig mit „Natur“ waschen.

Also jetzt Efeu-Wasch-Test-Phase 2, denn ich nehme auch hier jetzt ein bißchen Waschsoda mit dazu. Das erste Waschergebnis finde ich schon mal ziemlich gut und es riecht ebenfalls kaum… außer ein bisschen „grün“.

Habt Ihr ähnliche Erfahrungen? Wie haltet Ihr es mit der weißen Wäsche. Da habe ich mich bei den Kastanien nicht rangetraut.

Ich freue mich auf Eure Berichte.

Eure Sonja