Frühlingsgefühle

Auch wenn es sich Ende Februar nicht so ganz richtig anfühlt, so scheint der Frühling jetzt schon nicht mehr aufzuhalten zu sein.

Zumindest im Hause „Haselnuss“ ist schon ganz schön was los.

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Die Jungs sind schon eine ganze Weile in den Startlöchern.

Jetzt kommen auch langsam die Mädels in die Gänge.11B44B75-DC21-47B6-AB91-92DBA574BDC5

Ist wie bei uns…. die Mädels brauchen manchmal ein bißchen länger, um sich hübsch zu machen und sich auf das Werden als neue Haselnuss-Frucht vorzubereiten. 

Die Haselnuss gehört übrigens zu den einhäusigen Pflanzen. 

Das kann man sich ungefähr so vorstellen wie in einer Großfamilie. Da wohnen Jungs und Mädels in „einem Haus“, also an einer Pflanze. ABER… in getrennten Zimmern, also jeder seine eigen Blüte. 

Nun wollen wir aber möglichst „Inzucht“ vermeiden und die Fortpflanzung mit frischem Genmaterial vornehmen. Daher werden die Jungs als erstes reif und dann erst die Mädels. Die Großfamilie am Nachbarbusch ist vielleicht etwas früher oder etwas später dran und dann passt es mit den frischen Genen und den neuen Haselnüssen.

Aber das ist nicht bei allen Pflanzen so. 

Es gibt auch zweihäusige Pflanzen. Da ist alles „ordentlich“ getrennt, wie im Kloster oder einem katholischen Internat. Da wohnen die Jungs und die Mädels in jeweils eigenen Häusern. 

Als Beispiele hätte ich hier den Sanddorn oder die Brennnessel anzuführen. 

Da brauch man auf jeden Fall männliche UND weibliche Pflanzen, wenn es mit dem Ertrag was werden soll. 

Und da die Natur ja enorm einfallsreich ist, gibt es noch die zwittrigen Blüten.

Hier sind Jungs und Mädels in einer Blüte zusammen. 

Auch hier werden die Geschlechter nacheinander reif, um möglichst die Selbstbestäubung zu vermeiden. Da kommen dann die Bienen oder andere Bestäuber ins Spiel.

Hier sind es z.B. die meisten Obstsorten, für die diese Variante gilt.

ABER…. es gibt im Pflanzenreich natürlich noch weitere „Spielarten“.

Die frühen Blüher sind manchmal auch auf die ungeschlechtliche Fortpflanzung angewiesen. Wenn der Frühling kalt und „usselig“ ist, so dass keine Bestäuber fliegen, muss man sich als Pflanze was anderes einfallen lassen, um die Erhaltung der Art zu sichern. Dann vervielfältigen sich die Pflanzen ungeschlechtlich und „klonen“ praktisch die Mutterpflanze für die nächste Generation. Aussterben oder Fortbestand kann ja nicht vom Frühlingswetter abhängig gemacht werden. 

Ja, da ist die Natur echt einfallsreich. 

Also habt Ihr jetzt einen kleinen Einblick in das „Liebesleben“ der Pflanzen bekommen.

Geht raus und schaut mal, ob Ihr die leuchtenden Haseljungs und die kugeligen Haselmädels mit der frisch frisierten Tolle findet. 😉

Viel Spaß dabei,

Eure Sonja 

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