Muckefuck, die Frühaufsteher und das Sehnsuchtsblau der Romantik und was das Eine mit dem Anderen zu tun hat.

Ich probiere ja immer gerne neue Dinge aus. Löwenzahnwurzelkaffee kannte ich schon.

Aber Wegwarte? Auch deren Wurzeln kann man geröstet als Kaffee trinken.  In Zeiten, da es keinen „richtigen“ Kaffee gab, hat man sich anders beholfen. So lautet eine Theorie, woher der Name „Muckefuck“ kommt so, dass im Rheinland zur Zeiten der Napoleonischen Besatzung – also Ende des 19. Jahrhunderts – es keinen arabischen Kaffee gab. Somit wurde „Mocca faux“, also „falscher Kaffee“ aus verschiedenen Rohstoffen hergestellt. Das geht aus Löwenzahnwurzeln, Wegwartenwurzeln, aber auch aus Eicheln. Und der Rheinländer an und für sich, hat in dieser Zeit einige französische Begriffe aufgegriffen und lautmalerisch in seinen eigenen Sprachgebrauch übernommen. Somit war der Muckefuck erfunden. Das ist zumindest eine Erzählweise der Geschichte. Aber eigentlich wollte ich ja von meiner Erfahrung mit der Wegwarte als Kaffee bzw. Muckefuck erzählen. Ach, ab und an geht mit mir einfach auch die rheinische Geschwätzigkeit durch.

Also, an der Stelle an der die Wegwarte auf meinem Arbeitsweg am wunderbarsten wächst, läuft rechts und links daneben die Prenzlauer Allee (für alle Nicht-Berliner: Eine vierspurige Straße, an der ich keine Pflanzen oder Wurzeln ernten mag).

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Diese wunderschönen Wegwartenblüten erlebe ich jedes Jahr entlang der oben schon erwähnten Prenzlauer Allee in Berlin. ABER nur morgens! Mir geht immer das Herz auf, bei dieser Blütenpracht. Eine Freundin hat dieses blau mal als „DAS Sehnsuchtsblau der Romantik“ bezeichnet. Ich kann ihr da nur zustimmen. Aber die Wegwarte ist eine Frühaufsteherin und man findet die Blüten in der Üppigkeit nur am Morgen. Ab Mittag werfen die Pflanzen schon die Blüten ab und bereiten sich auf den nächsten Tag vor. Also wer am Morgen die Augen noch nicht auf hat, um diese Schönheiten zu entdecken, dem bleiben sie vermutlich verborgen.

Aber ich schweife schon wieder ab! Selbstversuch! Muckefuck!

Also selber sammeln fällt an besagter Straße flach. Andere Stellen kenne ich in Berlin (noch) nicht, an denen ich die Menge an Wegwarten finden könnte, um guten Gewissens Wurzeln auszugraben. Aber man kann ja getrocknete Wurzeln sehr gut in der Apotheke, in ausgesuchten Kräuterläden oder online kaufen.

Gesagt, getan und der Selbstversuch läuft.


204486F8-F472-4679-9F22-1099B7406517Eigentlich ist es ja auch ganz einfach:

Die Wurzelstücke in der Pfanne vorsichtig – bis zum gewünschten Bräunungsgrad anrösten. (Achtung: Der Moment zwischen „schön angeröstet“ und „MIST … verbrannt“ ist wirklich sehr kurz. Daher immer wachsam an der Pfanne bleiben und nicht mit anderen Dingen beschäftigen, während man röstet.)  Dann die abgekühlten Wurzeln in einer Kaffeemühle mahlen und wie Filterkaffee aufbrühen.

 

Mein Fazit dazu:

Sehr lecker mit ein paar Tropfen Haferdrink und einem Klecks Honig. Ich muss aber dazu sagen, gewöhnlichen Kaffee mag ich auch nicht schwarz.

Für den täglichen Morgenkaffee wäre mir die Prozedur vermutlich zu aufwendig. Aber ich fand es spannend, wieder eine „Selbermachen-Technik“ gelernt zu haben und auf jeden Fall ist es ein Geschmackserlebnis.

Probiert‘s doch einfach mal aus und berichtet gerne davon.

Einen schönen Sonntag und eine besinnliche Adventszeit wünscht Euch

Eure Sonja

 

 

Hiddensee – (M)ein Sehnsuchtsort

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Im September, wenn die Gänse auf Hiddensee Station machen, wenn die Hagebutten, die Vogelbeeren und der Weißdorn rot,  die Schlehen blau leuchten und der frühe Herbst das Eiland mit Farbtupfen nur so überschüttet, dann bin ich wirklich gerne auf der Insel. Eigentlich bin ich  immer gerne auf der Insel. Jede Jahreszeit hat ihre besonderen Reize. Aber der Herbst auf Hiddensee ist auf eine eigene Weise bunt. Ich bin im Herbst geboren und vermutlich habe ich darum eine tiefe Beziehung zu dieser Jahreszeit. Der Herbst ist geprägt von Fülle, aber auch von einer gewissen Wehmut, von Abschied. Die Tage werden merklich kürzer. Die Natur hat den ganzen Sommer an den Früchten gearbeitet und nun schüttet sie ihr Füllhorn aus, schenkt alles her. Es ist die Zeit für Mensch und Tier, Vorräte anzulegen. Doch wenn die Tage noch warm sind, will man  nicht wahrhaben, dass bald die karge Zeit kommt. Noch können wir die Farben genießen und tun es auch. Es ist ein besonderes Licht in dieser Zeit und auf Hiddensee ist es noch einmal spezieller. Die Malweiber haben nicht umsonst diesen Ort als Wirkungsstätte gewählt. Ich weiß, Sonnenuntergänge sind immer irgendwie schön bis kitschig. Je nachdem wie man auf sowas steht. Aber gerade um diese Jahreszeit ist das Farbenspiel des Sonnenuntergangs unbeschreiblich. Ein brennendes Rot, ein warmes Violett, ein schmeichelndes Rotorange, das dann vielleicht noch durch bizarre Wolkenformationen gebrochen, auf eine spiegelglatte Ostsee fällt. Dem kann man sich nicht entziehen. Und warum sollte man das hier auch wollen? Wer einmal hier war, der kommt entweder immer oder nie wieder, sagt man. 

Mein Mann gehört eigentlich zu letzteren, aber er kommt mit. Mir zuliebe. Er kann mit der Insel nicht soo viel anfangen. Reizarmut, meint er, und die leicht verzückten Mienen der über die Heide schwebenden, leicht in die Jahre gekommenen Frauen bereiten ihm einen leichten Grusel, spottet er. Aber er kommt trotzdem gerne mit, weil er hier die Ruhe findet, mal so richtig auszuschlafen. 

Ich hingegen bin inselverrückt, seit ich zum ersten Mal dat söte Länneken betreten habe. 2008 war das, und wenn ich nicht mindestens einmal im Jahr Inselluft schnuppern kann, bin ich unglücklich. 

Kennengelernt haben wir die Insel durch eine ehemalige Studienkollegin meines Mannes. Marion Magas ist auf Hiddensee aufgewachsen und nach dem Studium wieder zurückgekehrt. Sie lebt dort, schreibt Bücher, hält Vorträge, macht Inselführungen zu den verschiedensten Themen. Z.B. Asta Nielsen, Malweiber, Architektur- und Fotografiegeschichte der Insel…….Also praktisch ein „normales“ Leben einer Hiddenseer Künstlerin. Schaut doch gerne mal auch auf ihrer Seite www.hiddenseekultur.de vorbei. Dort findet Ihr auch ihre Bücher und die Termine ihrer Lesungen. 

Bei einer ihrer Lesungen erklärt sie , warum sie Bücher über Hiddensee zu schreiben begann. Ein Bekannter (und das war nicht mein Mann 😉) hat mal über Hiddensee gesagt, es wäre nur „ein emotional überfrachtetes Stück Schwemmland“.  Das konnte sie einfach nicht so stehen lassen. 

Ich möchte Euch hier einladen, die schöne Seite Hiddensees kennenzulernen. Die Seite, die über so viele Jahrzehnte den Charme dieser Insel ausmacht. Entschleunigung ist ein Wort, das man sicher noch nicht so lange auf Hiddensee kennt, aber schon immer irgendwie lebt. Die Uhren gehen anders auf diesem Eiland. Der Sommer ist geschäftig und für die Einheimischen anstrengend. In der Saison muss das Geld verdienst werden. Meist in mehreren Jobs. Im Winter werden „Netze geflickt“. Da kommt die Insel zur Ruhe. Da ist die Touristendichte gering. Da muss man zusehen, dass man als von der Großstadt verwöhnter Mensch, noch rechtzeitig zum Einkaufsladen kommt. Auch die Gastronomie ist dann beschränkt. Aber als Hiddensee-Urlauber weiß man das und richtet sich ein. 

Ich komme ja nun schon lange auf die Insel und inzwischen darf ich hier auch eigene Kräuterführungen durchführen. Immer wenn ich auf Hiddensee bin, entdecke ich neue Schätze in der Natur. Die Vegetation hier ist anders und besonders. Man findet Pflanzen am Strand und auf der ganzen Insel, die typisch für den Norden, die Küsten oder vielleicht sogar besonders für Hiddensee sind. Und ich bin immer verwundert, wie sowas geht. Wie die Pflanzen sich in dieser manchmal trockenen, unwirtlichen Gegend mit genug Süßwasser und Nährstoffen versorgen. Aber die Pflanzen sind an diese Bedingungen angepasst, können auch mit dem Salzgehalt leben. Die Natur passt sich den Umgebungsbedingungen an. Das fasziniert mich immer wieder. 

Nur einer scheint sich gerade nicht selber helfen zu können. Der Sanddorn. Wenn man über die Insel streift, begegnet man überall den sterbenden oder schon gestorbenen Sanddornbüschen. Es ist zum Weinen. „Still stirbt der Sanddorn, am Strand von Hiddensee“, summt es traurig in mir in Anlehnung an einen berühmten Schlager. Und das Erschreckende ist, dass man nicht mal genau weiß, woran es liegt. Und ohne Erkenntnis über die Ursache ist es natürlich auch schwer, Rettung zu finden. Ob Plantage oder die „Wilden“, der gesamte Sanddornbestand im Norden ist betroffen. 

Drücken wir die Daumen, dass die Ursache bald gefunden wird und irgendwann das leuchtende Orange des Sanddorns in den Norden zurückkehrt.

Begleitet mich doch noch kurz auf einem kleinen Streifzug über die Insel Hiddensee!

Eure Sonja

 

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Kräuter und Wildfrüchte zu Limonade

Ihr Lieben,

heute sende ich mal Grüße von meiner Lieblingsinsel Hiddensee.

Dort durfte ich heute einen Kräuterspaziergang durchführen, bei dem mich eine sehr nette Gruppe von interessierten Menschen begleitet hat.

Da nicht alle Notizblock und Stift zur Hand hatten, hier das Rezept für die Kräuterlimo :

Als Basis: ganz einfacher Apfelsaft.

Dort hinein: Kräuter der Saison. Gestern hatte ich zur Verfügung: Hagebutten, Weißdornfrüchte, Löwenzahn, Schafgarbe, Spitzwegerich und ein bißchen weißen Steinklee

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So sah der Ansatz gestern Abend aus.

Die Kräuter entweder mit dem Nudelholz einmal durchwalken oder mit der Hand „wringen“. Dann in eine Schüssel und mit Apfelsaft übergießen. Mindestens 2-3 Stunden, gerne auch über Nacht ziehen lassen. Dann durch ein feines Sieb oder Tuch abseihen. Ich verdünne den Ansatz immer 1:1 mit Sprudelwasser.

Mit den Kräutern kann man aber auch gerne variieren. Eigentlich sollte Giersch nicht fehlen. Aber es können alle Kräuter, die nicht eher Suppenkräuter sind, wie z.B. Liebstöckel, verwendet werden.

Natürlich verwenden wir bitte nur die Kräuter die wir 100% -ig kennen!!!

Ansonsten sind der Experimentierfreude keine Grenzen gesetzt.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Und einen besonderen Dank nochmal an die heutigen Teilnehmer, die sich bei Sturm und ab und an auch Regen, nicht haben abschrecken lassen, mit mir die Kräuter und Früchte der Insel Hiddensee zu besuchen.

Es hat großen Spaß gemacht mit Euch!

Eure Sonja

 

Fruchtaufstrich mit Brombeeren, Pflaumen und Rumfort-Aprikosen

Es ist ERNTEZEIT!

Da wollen die Früchte geerntet und natürlich auch verarbeitet werden.

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Gerade werden die Brombeeren reif. Das sind richtige Vitaminpakete. Wir haben Vitamin A, B, C und E enthalten. Aber was die Beeren auch ausmacht, ist die tolle Farbe. Okay…. wenn man sie auf der Kleidung hat, ist das oft nicht erwünscht und geht auch schwer wieder raus. Zitronensaft und Sonnenlicht wirken da oft kleine Wunder, wenn mal was auf dem Shirt gelandet ist.  Der blau-schwarzen Farbstoff der Brombeere kommt durch die Farbstoffe (Anthocyane). Diese Farbstoffe sind auch sehr gesund, denn sie helfen im Körper bei der Abwehr von „freien Radikalen“ und stärken somit unser Immunsystem.

Also versuche ich so viel wie möglich von den tollen Früchten roh zu essen, aber bei meinem großen Strauch (den ich mir zwar mit einer Gartennachbarin teile) schaffen wir das immer gar nicht. Da wird Saft, Gelee, Marmelade und auch mal ein Likörchen hergestellt. Aber immer hängen in der Haupterntezeit wieder reife, tiefschwarze Beeren am Strauch und wollen verarbeitet werden.

Gestern wollte ich mal wieder den Kochtopf „schwenken“ und Brombeermarmelade kochen.  Offenbar hatte aber die Nachbarin am Vortag schon mal geerntet, sodass es ausnahmsweise mal eine ehr kleine Menge zu ernten gab.

Aber egal! Die vorhandenen Früchte waren sooo reif, dass sie mir praktisch vom Strauch in die Schüssel gefallen sind.  Eine Kollegin hatte mir ein paar Aprikosen aus dem eigenen Garten geschenkt, die – ebenfalls überreif – nach einer sofortigen Verarbeitung verlangten.

Mist…. immer noch keine 900 g. (Das ist derzeit meine bevorzugte Menge, denn dann brauche ich bei Gelierzucker 1:3 nicht wirklich rechnen….!

Ein Blick ins Frostfach bringt dann oft die Rettung. Da schlummerten nämlich noch Pflaumen der Nachbarin aus dem Vorjahr.

Schwupps hinein in den Topf und alle Früchte langsam aufgekocht und püriert. Ich mag nämlich die Brombeer-Kernchen nicht so gerne. Die minimiert man durch das Pürieren zumindest ein bisschen.

Gelierzucker dazu, nochmal nach Anleitung aufkochen und in saubere Gläser abgefüllt.

Ich kann Euch verraten, dass auch das wieder mal eine großartige Zufallskombination geworden ist.

Das Vorratsregal füllt sich langsam. Und ich freue mich später im Jahr über die Farben und Aromen, die man in dieser üppigen Zeit eingefangen hat.

Viel Spaß beim experimentieren an Topf und Kessel.

Eure Sonja

PS: Vielleicht habt Ihr Euch gefragt, was Rumfort-Aprikosen sind.  Der Ausspruch kommt von einer lieben Rheinischen Freundin. Oft hab ich sie nämlich früher nach Rezepten gefragt, wenn mir das gerade servierte Essen sehr gut geschmeckt hatte. Ihre gerne genommene Antwort war: „lag RUM und musste FORT“.

Guten Appetit!

 

 

Mahonien und Klaräpfel – eine herbfruchtige Liason

Derzeit ist das Wetter ja nicht ganz so sommerlich, aber so langsam geht  die Erntezeit doch schon los und bei nahezu herbstlichen Temperaturen kann man es in der Küche gut aushalten.

Am Wochenende habe ich mich daher an die Verarbeitung meiner Augustäpfel gemacht. Es ist zwar erst Mitte Juli, aber die Klaräpfel, wie sie auch genannt werden, sind einfach schon mal reif. Ich finde, aus dieser Apfelsorte bekommt man das allerbeste Apfelmus. Aber nun kann man ja nicht nur Apfelmus herstellen. 

Und bei einem Gang durch meinen Garten habe ich festgestellt, dass meine Mahonie in diesem Jahr sehr reichlich trägt und die Beeren  verarbeitet werden wollen. 

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Mahonien kennt Ihr sicher vorrangig aus Parks und Grünanlagen. Im Frühjahr blühen sie leuchtend gelb und sind den Bienen ein erstes Futter.

Die Büsche dieser Berberitzenart laden uns nicht gleich zur Ernte ein, da die Blätter „verdächtig“ glänzen und irgendwie stachlig daherkommen. Außerdem ist vielen Menschen,  Wildobst sowieso SEHR suspekt. Alles was nicht aus dem Supermarkt kommt und „geprüft“ ist, könnte ja giftig sein. Könnte, ja. Aber wenn man sich auskennt, muss man keine Angst haben, Wildfrüchte zu verarbeiten.

Die Mahonienfrüchte sind ungefähr erbsengroß und hängen in „Trauben“ an den Büschen. Sie sind blau und durch ihren weißlichen „Belag“ sehen sie aus wie kleine Pflaumen.

Bitte nicht roh essen, immer kochen und möglichst ohne Kerne verwerten.Das geht am Besten wenn man Saft herstellt oder die gekochte Fruchtmasse durch ein Sieb passiert.

Vermutlich kommt die Annahme, dass die Beeren giftig sind daher, dass die rohen Früchte unbekömmlich sind und Übelkeit und Bauchschmerzen verursachen können.  Aber wie bei vielen Wildfrüchten muss man auch die Mahonienfrüchte verarbeiten, um sie genießen zu können. Genau wie Mahonienfrüchte sollte man auch  Holunderfrüchte nicht roh verzehren. Die sind auch absolut unbekömmlich im rohen Zustand und machen üble Bauchschmerzen.

Für meinen Fruchtaufstrich habe ich aus ungefähr 2 kg Klaräpfeln, ca. 400 g Mahonienfrüchten und je einer Handvoll Himbeeren und Jostabeeren (wollten ja schließlich auch irgendwie verarbeitet werden ) verarbeitet. Daraus ist dann ein schöner dunkler, herbfruchtiger Fruchtaufstrich geworden.

Die gewaschenen Äpfel habe ich von Kerngehäuse und Schadstellen befreit und mit den gewaschenen Mahonienfrüchten aufgekocht. Danach durch ein Sieb (Flotte Lotte) passiert und mit den restlichen Früchten und Gelierzucker (3:1) verkocht.

 

Habt Ihr auch Rezepte für Wildfruchtaufstriche?

 

Ich freue mich über Anregungen!

 

Eure Sonja

 

 

Berlin im Juni

Ihr Lieben,

ruhig war es um mich in den letzten Wochen. Zumindest hier!

„Das Leben drumherum“ hat mich in letzter Zeit so in Anspruch genommen, dass ich das Gefühl hatte, die Stadt und der ganze Beton bringen mich um den Verstand.  Aber dann bin ich im Juni mal bewusster durch Berlin geradelt und habe Euch  ein paar Eindrücke mitgebracht, die mich auch wieder beruhigen konnten.

Trotz der Hitze und Trockenheit ist Berlin immer noch grün und hat sehr schöne Ecken. Man muss nur mit offenen Augen durch die Welt gehen und den Farben und schönen Düften die Chance geben. Ich habe wirklich Orte gefunden, die nach Lindenblüten und Holunderblüten geduftet haben. Vom Lavendel und den Rosen in meinem Garten mal ganz abgesehen.

Schaut selbst!

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Macht Euch doch auch mal auf und schaut Eure Umgebung mal mit den Augen eines Besuchers an. Ihr werdet staunen, was es alles „Neues“ zu entdecken gibt.

Viel Spaß dabei!

 

Eure Sonja

Wildkräuter in der (vielleicht mal) Sterne-Küche

Ihr Lieben,

wenn ich zu Hause mir was mit Wildkräutern mache, zum Beispiel einen langweiligen Eisbergsalat aufhübsche, dann sieht das ungefähr so aus:

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Nun hatte ich die Ehre und das große Vergnügen, angehenden Köchen und Köchinnen zu zeigen, was so alles „neben den Beeten“ in ihrem Schulgarten wächst.

In der Brillat-Savarin-Schule – dem OSZ Gastgewerbe – durfte ich mit einer Gruppe von interessierten Schüler*innen und Lehrkräften schauen, was es in der Kräuterküche so gibt, abseits von Rosmarin, Thymian und Co.

Mir hat es großen Spaß gemacht und es sind ganz tolle (und vor allem leckere) Sachen entstanden.

Ich bin ganz sicher, dass jedenfalls von diesen Teilnehmern niemals ein Kräuterkartoffel-Püree auf die Karte gesetzt wird, das als einzige Kräuterkomponente ein bißchen Petersilie oben drauf hat.  Ich kann Euch, die Ihr dabei ward, nur sagen: Bleibt dran, bleibt neugierig! Ihr ward toll!

 

Eure Sonja

PS: Annette Vogt hat auf der Seite des OSZ einen ganz tollen Artikel verfasst, den ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte:

https://www.osz-gastgewerbe.de/projekte-veranstaltungen/49-projekte-a-veranstaltungen/585-%E2%80%9Ewas-w%C3%A4chst-zwischen-den-beeten%E2%80%9C.html