Frohe Weihnachten und einen guten Start ins Neue Jahr

Ihr Lieben,

endlich bin ich dazu gekommen, die Wohnung ein bißchen weihnachtlich zu gestalten…. auch wenn heute der 4. Advent ist und mein Kranz erst heute entstanden ist.

Ich verabschiede mich für die nächsten Tage in ein bisschen Ruhe und Besinnlichkeit mit Freunden, Mann und Kater.

Von meinen Freundinnen aus dem Erzgebirge habe ich in diesem Jahr wieder ganz viel über die dortigen Weihnachtstraditionen gelernt. War in Schwarzenberg zum „Pyramide anschieben“. Ich finde die dortige Art, das Jahr ausklingen zu lassen so großartig. Da blinkt nix. In allen Fenstern Schwibbögen mit warmem Licht. Einfach sehr stimmungsvoll.

Wie auch immer Ihr die Feiertage verbringt, wünsche ich Euch ganz wundervolle Stunden. Genießt die Zeit mit den Menschen, die Euch wichtig sind. Seid friedlich miteinander! Schenkt Euch Liebe und gutes Essen. Erwartet nicht zu viel von den Anderen und macht Euch so wenig Stress wie möglich. Manchmal ist weniger mehr.

Im Januar melde ich mich gerne wieder mit neuen Terminen und neuen Taten.

Bleibt gesund und munter!

Liebe kräutergrüne Grüße

Eure Sonja

 

Weihnachtsbasar der Kleingärtner in Berlin-Pankow

Als letzte öffentliche Aktion in diesem Jahr habe ich mich am 1. Weihnachtsbasar der Kleingärtner in Berlin-Pankow beteiligt. Mit den Freundinnen aus der KGA Heinersdorf haben wir unsere Kleingärten und die Kampagne #dawaechstwas.de vorgestellt.

Als Kleingärtnerin und Kräuterpädagogin durfte ich tolle Gespräche führen und zeigen, was man aus den angebauten Sachen so alles herstellen kann. Aber natürlich auch nachhaltige Alternativen für alltägliche Bedürfnisse habe ich vorstellen können.

Hier ein paar Kostproben aus unserem Sortiment!

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Die Besucher konnten sich selber Kräutersalz aus frischem Rosmarin herstellen. In einem kleinen Gläschen abgefüllt und hübsch beschriftet, war schon das nächste kleine Weihnachtspräsent fertig. Selbstgemacht, aus dem Garten und plastikfrei!
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Es gab selbstgenähte Duftkissen (mit Lavendel, Melisse, Lindenblüten, Hopfen und Schafgarbe). Also alles beruhigende Kräutlein in ein ausgedientes Hemd eingenäht. Die Scheuerpads sind aus Jute gehäkelt und funktionieren super. Sie ersetzen bereits seit längerem die Plastikschwämme in unserem Haushalt.
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Baumschmuck aus Natron und Speisestärke an einem „Barbarazweig“ aufgehängt.
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Fenchel-Likör aus unserem eigenen Fenchel und Gin, den mein Mann angesetzt hatte, gab es zu verkosten. Als alkoholfreie Alternative hatten wir Apfelsaft aus eigener Pressung im Angebot. Natürlich immer mit den jeweiligen Anleitungen und Hinweisen zum Selbermachen.
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Auch Efeu als Waschmittel haben wir „verkauft“. Es waren wirklich tolle Gespräche und sehr interessierte Gäste, die gerne ein “SpeEfeu“ Probepäckchen mitgenommen haben.

 

Es hat mir großen Spaß gemacht und wenn es nächstes Jahr eine Wiederholung gibt, sind wir sicher wieder auf dem Markt dabei.

Ein besonderer Dank an Susanne, Alexandra, Annette und Angelika von der KGA Heinersdorf (kga-heinersdorf.de) für die tolle Arbeit, die Fotos und überhaupt für Euer Engagement für die Kleingärten der Stadt.

Ein ebenso herzlicher Dank geht natürlich an Henry und Birte, die von der KGA Hoffnung e.V. mit dabei waren.

Ich verabschiede mich jetzt mit den Aktionen ins nächste Jahr.

Habt noch eine schöne Vorweihnachtszeit und bis bald,

Eure Sonja ! 🎄🎄🎄🎄

 

 

 

 

Gartenvögel im Winter füttern

Gefühlt war vor ein paar Tagen noch sowas wie Frühling und jetzt plötzlich ist es kalt. Seit vielen Jahren schon füttere ich in unserem Schrebergarten im Winter die Gartenvögel und hoffe, dem einen oder anderen Piepmatz über die kalte Jahreszeit zu helfen. Klar bleiben auch Samenstände stehen und es gibt in Beeren und Hagebutten in den Nachbargärten.  Aber die Futterstellen sind dennoch immer ziemlich stark frequentiert und ich habe auch immer – wenn ich draußen sein kann – auch eine große Freude dabei, das bunte Treiben zu beobachten.

Was mich bei der Fütterung aber schon sehr lange stört ist, dass die Meisenknödel und das ganze Futter immer in diverse Lagen Plastik eingepackt ist. Die Knödel sind in Netzen (die von den Vögeln auch gerne mal auf nimmer wiedersehen weggeschleppt werden) und natürlich auch nochmal in Folie eingeschweißt oder in Plastikeimern verpackt.

An verschiedenen Stellen im Netz und Fernsehen, bin ich über Ideen gestolpert, wie ich da alternativen für die Fütterung herstellen kann.

Musste ich natürlich ausprobieren!

Zwei alte Tassen, Sonnenblumensamen und Schweineschmalz (geht wohl auch mit Kokosfett) und ein Zweig.

Es ist ganz einfach:  Sonnenblumenkerne und den Zweig in die Tasse füllen. Das Fett in einem Topf sanft schmelzen und in die Tasse mit den Kernen gießen.

Aushärten lassen und in den Baum hängen.

Ich war erstaunt, wie schnell das alles geht und noch mehr gefreut hab ich mich, dass die „Tassenknödel“ auch umgehend Besuch von Kohlmeisen hatten.

Wenn ich jetzt noch Sonnenblumenkerne und Streufutter in Papiertüten finde und auch da noch die ollen Plastikbeutel einsparen kann, wäre ich noch zufriedener.

 

Habt Ihr auch plastikarme oder plastikfreie Ideen für die Winterfütterung?

Eure Sonja

 

 

Kapuzinerkresse – Vielseitig und lecker!

Bei dem milden Wetter im Oktober hat meine Kapuzinerkresse nochmal richtig „nachgelegt“. Sie wuchtert noch immer üppig und ich hoffe, die ersten Nachtfröste lassen noch auf sich warten. Dann kann ich nämlich noch reichlich ernten am Wochenende.

Die hübschen Blüten verwende ich als essbare Deko im Salat oder überhaupt sehen die immer lecker auf dem Teller aus.

Die noch grünen Samen kann man übrigens in einer 3-5%igen Salzlake einlegen.  Daraus werden „falsche Kapern“. Finde ich sehr lecker, wenn man Kapern mag.  Im letzten Jahr hatten wir wirklich wirklich VIELE Samen und haben blöderweise alle in ein Glas gestopft und dann mit der Lake versehen. Das ist nicht so günstig, da wir nie so große Mengen Kapern auf einmal verwenden. Das angefangene Glas stand dan EWIG im Kühlschrank rum.

In diesem Jahr werden wir mehrere kleine Gläschen nehmen. Ist einfach praktischer.

Die Verwendung als Beigabe zum Pesto hatte ich Euch ja letztlich schon vorgestellt.

Habt Ihr noch weitere Verwendungsmöglichkeiten für dieses tolle Kraut?

Dann gerne her damit.

Ich freu mich drauf!

Eure Sonja

 

 

Kastanien überall ….

Es ist Euch sicher auch schon aufgefallen.  An vielen Stellen liegen Mengen an Kastanien auf dem Boden. Wenn ich in unserem Hinterhof zur Mülltonne gehe, kann es durchaus passieren, dass die Rosskastanie, die dort steht, mir die eine oder andere Frucht „um die Ohren“  oder sogar „gezielt“ auf den Kopf wirft.

In diesem Jahr beschenkt uns Mutter Natur sehr reichlich. Trotz der anhaltenden Trockenheit finden wir jetzt unglaubliche Mengen an Kastanien.  Gerade hier in Berlin kann man diese – wie ich finde – ohne schlechtes Gewissen sammeln und verwenden. Die meisten Kastanien werden nämlich gerade unter den Bäumen eh von den Autos zermatscht. Oder wie in unserem Hinterhof, kommt irgendwann die Gartenbaufirma oder Hausreinigung und kehrt einfach alles weg.

Darum habe ich heute mal einen halben Einkaufsbeutel voll gesammelt und in die Wohnung geschleppt. Ehrlich…. man sieht gar nicht, dass ich da was weggenommen habe!!!

Wie schon im letzten Jahr getestet, werde ich einige Rosskastanien  als Waschmittel verwenden. Rosskastanien haben sehr viele Saponine und eigenen sich prima als Waschmittel. Ich nehme sie lieber als Waschnüsse, die oft aus Indien oder sonst woher aus der Welt hierher geschippert werden.

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Die Kastanien werden geviertelt und getrocknet. Ich zerteile sie jetzt, wenn sie noch frisch und weich sind. Wenn sie erstmal getrocknet sind, ist das nur noch mit großer Kraftanstrengung möglich. Von den Kastanienstücken fülle ich zum Waschen eine gute Hand voll (ca. 12 – 15 Stücke) in ein Wäschenetz und dann einfach mit der Wäsche in die Maschine.  Ich verwende die Kastanienstücke problemlos für 4-5 Wäschen.

Man kann auch vorab eine Lauge ansetzten. Das ist mir persönlich aber zu aufwendig und zu ungewiss, da ich heute noch nicht weiß, ob und wann ich morgen zum Wäschewaschen komme. Die ungeschälten Kastanienstücke verwende ich aber ausschließlich für dunkel Wäschestücke. Bei der Weißen Wäsche verwende ich weiterhin Efeu.

Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht mit „Waschmitteln aus der Natur“?

Eure Sonja

Plastikfreier „Scheuerschwamm“

Heute mal was Anderes!

Schon seit einiger Zeit versuche ich Plastik zu vermeiden, wo es geht. Es ist ein ziemlich schwieriges Unterfangen, das gebe ich zu. Aber es ist ein Weg und genau wie bei der Kräuterliebe stelle ich fest, dass ein „zurück“ kaum möglich ist.

Ich lasse Euch gerne an meinem Weg teilhaben und vielleicht findet Ihr ja auch ein paar Anregungen, etwas zu ändern.

Heute habe ich im Garten gesessen und wollte aber auch nicht so ganz untätig in der Sonne sitzen. Also Häkelnadel und Juteband rausgeholt und losgehäkelt.

Ursprünglich wollte ich eine Aufbewahrungsmöglichkeit fürs Bad machen, aber da oft der Weg das Ziel ist, bin ich nach den ersten Maschen schon umgeschwenkt. Es war klar, für die Aufbewahrung ist das Band zu dick, aber längst wollte ich schon mal einen „Scheuerschwamm“ für die Küche.

Ich habe 3-4 Luftmaschen angeschlagen und den Ring geschlossen. Dann immer rund gehäkelt. 1 „Feste Masche“, 1 „Luftmasche“ im Wechsel. Als das Pad ungefähr die Größe meiner Handfläche erreicht hat, hab ich eine Feste Masche gehäkelt und dann so viele Luftmaschen, dass es für eine Schlaufe reichte, die ich mit dem Anfangsfaden in der Mitte des Pads verknotet habe.

 

Den Praxistest mache ich dann zu Hause und werde berichten.

Mein Ziel ist, die ollen Plastikschwämme aus der Küche zu verbannen.

Eure Sonja

Erntezeit – Genusszeit

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Am Wochenende haben wir im Garten noch einige Wildkräuter geerntet und daraus ein Pesto hergestellt. So kann man am Abend, wenn es mal wieder schnell gehen muss, eine leckere Pasta-Variante zaubern.

In dem Pesto sind Kapuzinerkresse, Rucola, Löwenzahn, Spitzwegerich und Schnittknoblauch verarbeitet worden. 

Weil ich Pinienkerne meistens gar nicht so mag und das es regional keine Pinien gibt, nehme ich meist Walnuss- oder Haselnusskerne fürs Pesto.  Da unser Garten uns in diesem Jahr auch mit schönen Chillis beschenkt hat, ist auch ein Stückchen davon im Pesto gelandet.

Ich habe ca. 100 g Kräuter, 30 g Nüsse (wer mag kann diese trocken in der Pfanne leicht anrösten), ein Stück Chilli (je nach Schärfegrad und Geschmack), gutes Olivenöl in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab vermischen.  Eine Handvoll geriebenen Käse dazu. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, wenn nötig. Fertig!

Es ist für mich immer etwas schwierig, genaue Rezepte zu posten, da ich meist so nach Gefühl die Zutaten mische und experimentiere immer etwas herum.

Viel Spaß beim ausprobieren und schmecken lassen.

Eure Sonja