Blütensalz – leuchtende Farben für Kochtopf und Seele

Es ist sooo heiß!

Aber nur im Schatten rumlungern und gar nichts machen, bringe ich irgendwie auch nicht übers Herz. Trotz der Trockenheit leuchtet es gelb und orange in meinem Garten. Die Ringelblumen stehen gerade schön in Blüte, auch wenn es nicht so viele sind, wie sonst.  Da ich diese tollen Farben einfangen und für den Winter konservieren will und es zum Trocken für Tee leider nicht genug blüten sind, habe ich mich für die Salzherstellung entschieden.

Auch wenn es ein bißchen anstrengend ist, bei den Temperaturen zu mörsern, so ist mir dieses leuchtende Ergebnis jeden Schweißtropfen wert und ich kann mich in der dunkleren Jahreszeit noch an der Leuchtkraft der Sonne erfreuen.

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Das Salz verwende ich gerne im Salat. Die eingefangenen Farbstoffe sind nicht nur schön anzusehen, sondern sind auch noch gesund.

Was macht Ihr alles aus Ringelblumen?

Eure Sonja

 

 

 

Langer Tag der Stadtnatur 2018

Beim „Langen Tag der Stadtnatur 2018“ war ich ja in der Kleingartenanlage Hoffnung e.V. tätig.  Dort habe ich auch meinen eigenen Garten und wir kämpfen – wie viele Berliner Kleingartenanlagen – um den Erhalt unserer Anlage.

Ich freue mich daher sehr über den Artikel, der über unsere Aktion entstanden ist.

http://www.gartenfreunde-pankow.de/news/langer-tag-der-stadtnatur-in-der-kleingartenanlage-hoffnung-evwas-fuer-ein-wochenende/3258

 

Kommt doch im nächsten Jahr auch vorbei!

Ich freu mich auf Euch!

Stadt-Impressionen

Auch wenn Berlin, wie weite Teile des Landes, unter dieser extremen Trockenheit leiden, so finden sich immer noch grüne Ecken und ganz tapfere, wilde Pflanzen am Wegesrand, die diesen Wetterextremen trotzen.

Ich war mal wieder mit dem Rad in der Stadt unterwegs und möchte Euch gerne mit auf Tour nehmen.

Schaut selbst, was es alles zu entdecken gibt:

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Natternkopf und Königskerze leuchten um die Wette, obwohl es drumherum schon recht traurig und trocken ist.

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Die wilde Möhre mag es offenbar heiß und trocken. Spannend finde ich ja immer, dass sie mit der schwarzen Blüte in der Mitte den bestäubenden Insekten suggeriert, „es ist schon wer da“. Kennen wir ja selber, dass wir nicht gerne in ein Restaurant gehen, in dem sonst niemand ist. 😀

Hübsch ist auch das „Herzchen“  mit Häkeldeckchen drumherum, links oben in der Ecke.

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Klette, Beifuß und Distel haben noch überlebt. Jedes Grashälmchen drum herum ist schon verendet. Mal sehen, wie lange sie bleiben dürfen, bis jemand alles „ordentlich“ macht und auch die letzten Kämpfer am Wegsrand abmäht. Da bin ich froh, dass Berlin kein Geld hat, um die Grünflächen zu „pflegen“……

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Und wenn ich in meinem Garten angekommen bin, kann ich mich am Himbeer-Duft dieser Rose und Lavendel berauschen.

Stadtnatur hat wirklich reizvolle Seiten!

 

Apropos „Stadtnatur“!!!

Fühlt Euch herzlich eingeladen zum „Langen Tag Der Stadtnatur“.

Ihr findet mich am 16. und 17.Juni in der Kleingartenanlage Hoffnung e.V.  in Französich Buchholz.

Kommet zu Hauf!

https://www.langertagderstadtnatur.de/angebote/details/3236

Ich freu mich auf Euch!

Eure Sonja

 

 

 

 

ENDLICH Frühling in Berlin

Da lacht das Herz der Kräuterfreunde! ENDLICH Frühling und die Stadt wird ENDLICH wieder bunt.

Ich möchte Euch gerne meine Funde von heute zeigen. Immer wieder bin ich erstaunt, was in der Stadt so alles wächst. Sicherlich verwende ich keine Kräuter, die an den Magistralen stehen. Aber daran erfreuen, was da so alles zu finden ist, kann ich mich trotzdem.

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Gelbe Buschwindröschen….. wunderschön anzusehen, aber bitte NICHT essen. Sie sind giftig, wie alle Hahnefußgewächse.  Aber anschauen und sich an den Farben freuen, ist absolut erlaubt! 

 

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Die Mahonien sind kurz vor der Blüte. Ich freue mich im Frühling über die tolle Farbe und im Herbst auf die Früchte, die ich mit in Marmeladen verarbeite. 
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Giersch, Giersch, Giersch…. so ein wunderbares Frühjahrsgemüse. Dem Gärtner ein Graus, dem Wildkräuterkenner eine Delikatesse. Aber auch hier nehme ich die Pflanze lieber aus dem Garten als von der Straße. Rate ich auch allen Gärtnern… nicht drüber ärgern sondern lieber aufessen ! Echt!

Es macht so Spaß die Stadt auf diese Weise zu entdecken.

Schaut einfach immer mal bei „Termine / Veranstaltungen“ und begleitet mich auf einer Tour durch das grüne Berlin.

Bis bald

Eure Sonja

 

 

 

 

 

Duftkissen selbst genäht….

…..ehrlich gesagt… ich bin offenbar nicht das, was man als große Nähkünstlerin bezeichnen würde. Ich kann nicht gerade schneiden, gerade Nähte sind …. naja… mir nicht so ganz gegeben. Meine liebe Freundin Carina Frister sagt immer: „das ist eben Sonja-Style“.  😂

Letzte Woche hat mich ein Freund gefragt, wo man Lavendelkissen kaufen kann. Er wolle das mal ausprobieren, ob das tatsächlich gegen Motten im Schrank hilft. DAMIT hatte er meinen Ehrgeiz geweckt. Die Zutaten (Stoffreste, Füllwatte, eine Nähmaschine und ne Menge Lavendelblüten aus dem letzten Sommer) habe ich zu Hause, dachte ich mir und konnte nicht umhin zu sagen „oooch, brauchste doch nicht kaufen! Ich näh Dir welche!“

Und das Ergebnis seht Ihr auf dem Foto.

In den kleinen eckigen Kissen ist „nur“ Lavendel.  Das größere „herzförmige“ Kissen hat zu dem Lavendel noch Hopfen, Waldmeister, Lindenblüten und Schafgarbenblüten bekommen. Alles Pflanzen, die mit Ihren Inhaltsstoffen beruhigend wirken können.

Die Lavendelkissen überreiche ich morgen dann an den Besteller. Das „Gute-Nacht-Kissen“ werde ich selbst testen.

Kräutergrüne Grüße

Eure Sonja

Mit Inwer-Shot dem Schnupfen getrotzt….

Die Grippewelle/Erkältungwelle rollt und rollt und rollt. Um mich herum hustet und schnupft es seit gefühlt Wochen. Bisher hab ich mich tapfer gewehrt, aber am Wochenende hatte ich das Gefühl, dass da vielleicht doch langsam was im Anmarsch ist.

Vorbeugend habe ich den Sonntag also mit verschiedenen Kräutertees auf der Couch verbracht.

Am Abend allerdings waren wir bei Freunden eingeladen.  Ein lang verabredetes und seltenes Treffen. Mit einem bißchen schlechten Gewissen wegen der leicht verschnupften Nase gingen wir hin. Zur Begrüßung dann mal keine herzliche Umarmung, sondern die übliche „ich brüte da was aus“-Distanz-Geste.

Worauf mir unsere Freundin sofort Ihr Allheilmittel vorgestellt hat: den Ingwer-Shot. Auf den schwört sie als Mutter und freiberufliche Sprecherin, die es sich einfach NIE leisten kann, krank zu werden.

Sie hat mir gerne verraten, wie es geht und ich will Euch dieses kleine Power-Paket nicht vorenthalten.

Ingwer-Shot:

Zwei daumengroße Stücke Ingwer schälen und kleinschneiden

Einen kleinen oder einen halben Apfel schälen und ebenfalls kleinschnippeln

Den Saft einer Zitrone und oder Orange (ich hab beides verarbeitet.. musste auch mal weg)

Die Zutaten in ein hohes Gefäß gefüllt und mit dem Pürierstab kleingemixt. Ich hab auch noch ein bißchen Wasser mit dazugegeben, damit es sich besser mixen lässt.

Die Masse dann durch ein Sieb passieren, damit die Fasern vom Ingwer nicht im Shot sind. Wäre mir eklig im Mund, dieses „Gefussel“.

Da das Getränk ziemlich scharf ist, empfiehlt es sich, nur ein „Likörgläschen“ zu trinken. Der Rest lässt sich gut in einer kleinen Glasflasche im Kühlschrank aufbewahren und hält dort ein paar Tage.

Ich finde diesen Ingwer-Shot total lecker, aber auch scharf! Der „beißt“ richtig im Hals, wenn er die Kehle runterläuft.

Ingwer enthält Scharf- und Bitterstoffe und „wärmt“ von innen. Er ist antibakteriell und stärkt die körpereigene Abwehr. Er wirkt durchblutungsfördernd und der Übelkeit entgegen.

Wir verwenden Ingwer schon recht häufig in der Küche und auch in der Erkältungszeit kommt Ingwertee ab und an zum Einsatz. (1 Teelöffel geriebener Ingwer mit 1 Tasse heißem Wasser überbrühen, 10 Minuten stehen lassen, abgießen und trinken). Aber den finde ich ehr…. laaaangweilig. Mag ich nicht mehr, hab ich schon zu oft getrunken…. ooochnööööö.

Also, dass ich da nicht schon längst selber auf die Idee gekommen bin, einen Ingwer-Drink zu mixen.

Aber dafür hat man ja Freunde!

Hab Ihr auch tolle Rezepte, wenn bei Euch die Erkältung anklopft?

Ich freu mich drauf!

Eure Sonja

 

Waschmittel aus der Natur – Test 2

Nachdem nun leider meine Kastanien aufgebraucht sind, muss eine Waschmittelalternative her!

Also Testlauf 2: Efeu.

Da Efeu, genau wie Kastanien über Saponine, also Seifenstoffe, verfügt, sollte das doch auch gut gehen.

Am Sonntag habe ich also im Garten eines Freundes „eingekauft“, da bisher der Efeu sich noch weigert, in unserem Garten heimisch zu werden. Ich habe einen 3-Liter Gefrierbeutel voll gepflückt.  Diesen Zipp-Beutel bewahre ich nun im Kühlschrank auf.

Zum Waschen nehme ich 10-15 Blätter heraus, rupfe diese grob auseinander und stopfe sie dann in mein Wäschenetz, Reißverschluss zu, nochmal alles kurz durchgeknetet und ab in die Waschmaschine. Zerrupfen und kneten hat den Vorteil, dass die Zellen der Blätter schon ein bisschen aufgebrochen sind und die Saponine sich somit schneller lösen.

Ich verwende Efeu als Waschmittel nicht zum ersten Mal. Beim ersten Testlauf war ich schon relativ beeindruckt vom Ergebnis. Nur die Hemdkragen meines Mannes wollten nicht so richtig sauber werden. Daher sind wir damals erstmal wieder auf gekauftes Waschmittel umgestiegen.

Beim Waschen mit Kastanien hatte ich ein ähnliches Problem.  Ein bißchen im Netz recherchiert und dort auf den Tipp „Waschsoda“ gestoßen. Danach hab ich immer einen halben bis einen Teelöffel Waschsoda mit in die Trommel gegeben und das Waschergebnis war topp. An der Stelle fragt mein Mann immer, warum ich denn überhaupt noch Kastanien oder Efeu dazu nehme, das würde doch bestimmt allein durch das Soda sauber, heißt schließlich nicht umsonst „Wasch“-soda. Meine Antwort dazu lautet dann ganz klar: Wegen der Saponine.

Inzwischen – wenn mein Mann mal die Wäsche übernimmt und er gerne doch das noch vorhandene Fertig-Waschmittel nimmt – komme ich nach Hause und bemerke sofort, dass es irgendwie nach Parfüm riecht.

Beim Waschen mit Kastanien habe ich diese Geruchsneutralität als sehr angenehm empfunden. Auch riecht, meiner Meinung nach, die Waschmaschine nicht mehr unangenehm. Kennt Ihr ja sicher auch, dass die Maschine manchmel etwas „muffelt“. Es hilft natürlich, nach dem Waschvorgang die Trommel nicht zu verschließen. Dennoch finde ich, die Maschine riecht jetzt angenehmer bis gar nicht mehr, seit wir vorrangig mit „Natur“ waschen.

Also jetzt Efeu-Wasch-Test-Phase 2, denn ich nehme auch hier jetzt ein bißchen Waschsoda mit dazu. Das erste Waschergebnis finde ich schon mal ziemlich gut und es riecht ebenfalls kaum… außer ein bisschen „grün“.

Habt Ihr ähnliche Erfahrungen? Wie haltet Ihr es mit der weißen Wäsche. Da habe ich mich bei den Kastanien nicht rangetraut.

Ich freue mich auf Eure Berichte.

Eure Sonja